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Photo by Deon Ferreira

Den Schweizern wird ja immer eine gewisse Langsamkeit vorgeworfen. Allerdings auf die schweizer Profitriathletin Caroline Steffen trifft dies garantiert nicht zu. Erst vor vier Wochen hat sie nur knapp beim Ironman Frankfurt den Sieg gegen Sandra Wallenhorst vergeben. Jetzt will sie Gold holen und wird bei der ITU-WM in Immenstadt alles dafür geben.

Warum hast Du Dich entschlossen bei der ITU-WM in Immenstadt zu starten?
Datum und Austragungsort passen einfach perfekt in meine Saisonplanung und zumal wollte ich schon lange einmal für die Schweiz und meine Nationalmannschaft Swiss Triathlon an den Start gehen.

Kommt Dir das Streckenformat als sehr gute Schwimmerin entgegen?
Das auf jedenfall. Es sind vier Kilometer zu schwimmen, etwas länger als die normale Ironman Distanz. Somit hoffe ich, schon in der ersten Teilstrecke einen Abstand zu meinen Konkurrentinnen zu gewinnen.

Wie hast Du die Zeit zwischen Deinem Erfolg in Frankfurt und dem Start in Immenstadt trainingstechnisch verbracht?
Nach Frankfurt stand natürlich zuerst einmal Erholung und zugleich “Trainingsform erhaltung” auf dem Plan. Anschliessend habe ich mit meinem normalen Training fortgefahren. Wie schon vor Frankfurt, bin ich mit meinem Team TBB immer noch in Leysin am trainieren.

70.3 Ironmans hast Du alle gewonnen dieses Jahr nur bei den Ironman Events war immer noch eine Konkurrentin schneller, wo muss es noch besser werden bei Dir?
Wenn ich zurückschaue und zähle, wieviele Ironman Rennen ich gefinished habe ohne im Marathon zu “marschieren”, dann komme ich gerade mal auf magere zwei Rennen. South Africa in diesem Frühling und Frankfurt vor 3 Wochen. Im Vergleich zu anderen Sportlerinnen ist das nicht gerade viel. Ich konnte jedoch, in jedem von diesen zwei Rennen meine Leistung um 15 Minuten steigern. Ich denke, ich brauche einfach noch etwas mehr Zeit und Erfahrungen auf der Ganzen Distanz um mich ganz vorne zu platzieren.

Wie bekannt sind Dir die Strecken und speziell natürlich die Radstrecke?
Ich kenne die Strecke nur vom Plan, werde mir aber alles ganz genau diese Woche vor Ort anschauen.

Wann bist Du in Immenstadt vor Ort und wie sieht bei Dir das Tapering aus?
Ich werde am Donnerstag anreisen und mich vor Ort optimal auf das Rennen vorbereiten – was einige lockere Einheiten auf dem Rad und zu Fuss, sowie eine Streckenbesichtigung im See beinhaltet.

Was hat es mit „X E N A“ auf sich?
Mein Coach Brett hat mir diesen Nickname gegeben. Er meinte: “You are a warrior, a hard racing competitor but also you have a very feminine side to you away from racing and training. Xena, strong of body, strong of mind, courageous but has a soft kind heart”.

Du lebst in Australien, warum? „Pendelst“ Du derzeit oder wo bist Du sonst zu finden?
“Zu finden” bin ich dort, wo die Sonne scheint. Ich bin in Australien hängen geblieben als ich meinen Partner David Dellow kennen gelernt habe. Es gefällt mir ausgesprochen gut an der Sunshine Coast und zum Trainieren ist es einfach optimal. So pendel ich zwischen dem Australischen- und Schweizer Sommer hin und her mit Abstechern nach Thailand, wo mein Team Ihre Camps durchführt.

Bist Du am Sonntag mit dem Triathlonrad oder einem normalen Rennrad unterwegs?
Ich werde wie gewohnt mit meinem Cérvelo P4 and den Start gehen.

Bis Hawaii sind es dann noch 10 Wochen. Was ist Dein Ziel dort und wo wirst Du noch mal an der „Stellschraube“ im Training drehen?
Das einzige was ich brauche ist Zeit, Zeit um mich weiter zu entwickeln. So werde ich wie gewohnt, ohne grosse Änderungen, weiter trainieren und an meinem Potenzial arbeiten. Eine Top 10 Plazierung ist mein Ziel. Brett wird dafür sogen, dass ich bestmöglich vorbereitet an den Start gehen werde.

Viel Erfolg am Sonntag und es soll doch der WM-Titel werden, oder?
Was könnte ich mir schöneres vorstellen als am Schweizer Nationalfeiertag (1. August) Gold zu holen?

http://www.triathlon.de/itu-wm-immenstadt-caroline-steffen-gold-am-nationalfeiertag-21480.html

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